Oszkó Zusammenfassung

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Oszkó
Zusammenfassung
Der für die Ohren der Ungarn fremd klingende Name von Oszkó hat slawischen Ursprung. Der Ortsname weist auf die slawischen Völker hin, die in der Zeit der ungarischen Landnahme und der Gründung des Staates hier lebten. Das Wort geht auf ein slawisches Adjektiv zurück und bedeutet „eng, schmal”. Das könnte ein schmales abgerodetes Gebiet oder ein enges Tal gewesen sein.
Das Dorf liegt am südlichen Hang der Hügellandschaft zwischen den Einzugsgebieten der Flüsse Rába (Raab) und Zala. In der älteren geographischen Literatur wird diese Gegend Vasi-Hegyhát genannt, auf den neueren Landkarten steht die Bezeichnung Kemeneshát. Im lokalen Sprachgebrauch hat sich das Wort Hegyhát seit dem 16. Jahrhundert eingebürgert und wird in einem engeren Sinne für die Umgebung von Vasvár auch heute verwendet.
Das Gebiet war reich bewaldet, auf der nördlichen Seite gab es vor allem Buchen und Hagebuchen, auf dem Hochland Eichenbäume. Der größte zusammenhängende Wald war der sog. „Farkas-erdő”, der sich von Vasvár durch Oszkó bis Sárvár erstreckte. Mit der Abrodung des Waldes wurde erst im 18. Jahrhundert begonnen. Von den Bächen, die an den südlichen Hängen der Hügel hinunterlaufen hat die Sárvíz das größte Einzugsgebiet. Dazu gehört auch das Bach Sió in Oszkó. Die Sárvíz und die anderen Gewässer schufen ein tiefes Becken. An der nördlichen Seite dieses Beckens liegt die Ortschaft.
In Westtransdanubien spielten die vom Süden nach Norden führenden Straßen von den prähistorischen Zeiten an eine maßgebende Rolle. Oszkó entstand auch neben einer Straße, die von den Tälern des Komitats Zala durch dieses Gebiet zur Überfahrt auf dem Fluss Raab bei Rum führte. Die Spuren der hier verkehrenden Völker – vom Neolithikum über die Bronzezeit bis zu den Römern – sind in der Umgebung des Dorfes aufzufinden.
Nach der ungarischen Landnahme übernahm eine andere Straße diese Funktion, der sog. „Soldatenweg” führte vom Nordosten nach Südwesten. Die landnehmenden Magyaren führten ihre Feldzüge nach Italien auf diesem Weg. Später kamen hier die Händler aus dem Westen und die feindlichen Heere an. Der Weg folgte der Wasserscheide in den Hügeln des Hegyhát. Als einziger Orientierungspunkt im Waldgebiet bestimmte die Militärstraße auch die Lage der Dörfer, darunter auch die von Oszkó.
Die Grenzwacht im 10–11. Jahrhundert hatte vor allem die Verteidigung der aus dem Land führenden Straßen zur Aufgabe. Eine Verteidigungslinie dieses „Soldatenweges” wurde bei Vasvár errichtet. Ein Teil davon ist rekonstruiert auch heute zu besichtigen, das ist die Schanze von Vasvár. Das Gebiet hinter der Schanze war wahrscheinlich königlicher Besitz oder Burgbesitz. Die Geschichte der Gegend ist seit Ende des 12. Jahrhunderts, seit der Auflösung dieses Verteidigungssystems nachvollziehbar. Die Grundbesitze gingen in die Hände kirchlicher Eigentümer, das einzige große zusammenhängende Gut, Oszkó geriet in die Hände des Geschlechtes Nádasd.
Das Geschlecht hatte drei große Abstammungslinien (die Familien Nádasdy, Nádasdi Darabos und Gersei Pethő), aber in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts war ein weiterer Zweig in Oszkó im Entstehen. Peter, der Sohn von Itemer versuchte mit seinen Söhnen die Besitzgüter der anderen Familienmitglieder aufzukaufen und ein größeres zusammenhängendes Gut zu errichten. Am Anfang des 14. Jahrhunderts war der größte Teil von Oszkó – das spätere Felsőoszkó – in der Hand der Familie. Der kleinere Teil des Grundbesitzes – das spätere Alsóoszkó – blieb weiterhin bei der Familie Nádasdy. Vor der Mitte des 14. Jahrhunderts bekam das Kapitel von Vasvár einen Teil von Felsőoszkó.
Der kurzen Geschichte des Oszkóer Zweiges des Geschlechtes Nádasd setzte eine Familientragödie ein Ende. Nikolaus, der Sohn von Pethő ermordete im Jahre 1355 seinen Cousin Beke wegen den Meinungsunterschiede im Besitzrecht. Der Täter verlor seine Güter, alles bekam der König. Jahrzehntelang wurden Prozesse um den Besitz geführt. Am Ende gewann das mit der Familie auf der weiblichen Abstammungslinie verwandte Egervári-Geschlecht.
Am Ende des 14. Jahrhunderts verloren die Nádasdys – wegen Untreue – Alsóoszkó, die Güter bekam die Familie Gersei Pethő. Am Ende des 15. Jahrhunderts starb der aristokratische Zweig der Egervári Familie aus, die Güter in Oszkó gingen zuerst an die Familie Kanizsai, dann an Thomas Nádasdy, aber der andere Zweig der Familie Egervári, die Kleinadeligen, konnten auch einige Besitzgüter im Ort behalten.
Während der Türkenkriege – trotz der zweifachen Steuerforderungen und der provisorischen Entvölkerung des Ortes – wurden die Besitzverhältnisse durch verschiedene Pfandverträge noch komplizierter. Im 18. Jahrhundert kaufte die Familie Festetics die ehemaligen Pethő-Güter und die ehemaligen Nádasdy-Felder, die inzwischen an die Széchenyis gingen, auf. Seit Ende des Jahrhunderts bis zur Leibeigenenbefreiung besaß die Familie Festetics Alsóoszkó und einen Teil Felsőoszkó. Die anderen Güter in Felsőoszkó gehörten der Familie Egervári und dem Kapitel von Vasvár.
Nach der Leibeigenenbefreiung behielt nur die Familie Festetics ihr Allodium in Alsóoszkó. 1909 wurde dann auch das aufgeteilt. In dieser Zeit hatten sie die anderen Güter schon verkauft, genauso tat auch die Familie Egervári und das Kapitel in Vasvár. Von diesen kaufte Lajos Győry, der ehemalige Ingenieur des Festetics-Allodiums einen Teil. Seine Nachkommen, die Familie Rusznyák-Höhn blieben bis zur Verstaatlichung die einzigen bedeutenden Grundbesitzer im Ort.
Von der Leibeigenenbefreiung bis zur Gründung der Landesproduktionsgenossenschaft arbeitete die Mehrheit der Dorfbewohner als Kleinbesitzer in der Ackerwirtschaft und in der Viehzucht. Obwohl die Lage der Bauernfamilien – vor allem wegen der Zersplitterung der Besitzgüter – von Generation zu Generation schlechter wurde, nahm die Einwohnerzahl bis zum zweiten Weltkrieg immer zu. Den Höhepunkt erreichte sie in den 1930er Jahren mit 1450 Personen. Nach dem Weltkrieg begann eine abnehmende Tendenz, die nach der Gründung der LPG, nach 1960 stärker wurde. Heutzutage stagniert sie bei etwa 700 Personen.
Die sozialistische Ära erlebte Oszkó als Zentrum der Gegend (Sitz des gemeinsamen Gemeinderates dreier Siedlungen – Oszkó, Olaszfa, Pácsony –, Sitz der LPG, die mehrere Dörfer umfasste und auch der ersten vier Klassen der Grundschule.), das bedeutete, dass wenn auch für die Weiterentwicklung die Kräfte nicht gereicht haben, konnte der bewusste Abbau vermieden werden. Das politische Systemwechsel erlebte Oszkó als Teil einer rückständigen Gegend, aber mit besseren Gegebenheiten als der Durchschnitt.
Ein Teil der Bevölkerung verdient ihren Lebensunterhalt auch heute in der Landwirtschaft. Viele arbeiten im Nachfolgeunternehmen der ehemaligen LPG, andere in den neu gegründeten Familienhöfen. Viele pendeln nach Vasvár, Sárvár und Szombathely zur Arbeit. Vor Ort bietet die Schule, der Kindergarten, ein Seniorenheim, ein Forstbetrieb, eine kleine Schuhfabrik und eine Hühnerfarm Arbeitsmöglichkeiten.
Das kulturelle Leben des Ortes bestimmten zwei traditionsreiche Vereine, die Schauspieltruppe „Rozmaring” und der „Hegypásztor”-Kreis. In ihrer gemeinsamen Organisation werden die Feiertage, vor allem das Dorffest und die Nationalfeiertage abgehalten. Der „Hegypásztor”-Kreis wurde zum Schutz der volkstümlichen Baudenkmäler am Weinberg ins Leben gerufen, heutzutage beschäftigt er sich mit dem Tourismus auf dem Lande und betreibt ein sog. „Telehaus”.
Von den Sehenswürdigkeiten ist die mittelalterliche, aber mehrmals umgebaute Pfarrkirche und die Presshäuser auf dem Weinberg zu erwähnen. Bemerkenswert sind auch die Gedenkstätten der zwei Weltkriege, das Denkmal im Friedhof und die Wegekreuze aus dem 19–20. Jahrhundert.

 

 

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