Kelcz v. Fületincz u. Lócz.

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Kelcz v. Fületincz u. Lócz.
Wappen: Geviertet von R und B; 1 ein mit drei (w?) Straussenfedern besteckter, Rosthelm; 2 geharnischter, gebogener Arm, in d. Faust einen Krummsäbel haltend, dessen Spitze durch den Hals eines schnurrbärtigen, mit w. Turban bedeckten, vom Rumpfe getrennten Türkenschädels gestossen erscheint; 3 einwärts gekehrtes Eichhörnchen, mit d. Vorderkrallen eine Nuss scheinbar zum Munde führend; 4 g. Löwe, in d. erhobenen Rechten einen Krummsäbel mit g. Parirstange haltend. – Kleinod: Offener, rechts von B. und G. links von W. und R. getheilter Flug. – Decken: bg. – rs.
Dieses angesehene Geschlecht, tritt bekannt in Ungarn, u. z. in d. Comitaten v. Abauj, Szabolcs, Eisenburg, Ung ec., zuerst im VIII. Jahrhunderte auf u. ist gegenwärtig begütert zu Vatta, in Borsod. – Viele dieses Geschlechtes, haben sich als Comitats- wie Staatsbeamte, Geistliche ec., hervorgethan, wie z. B. Sigmund, 1741 Abgeordneter, Anton, 1775 Vicegespan, Johann, Domherr v. Oedenburg, insbesondere aber Adam Kelcz von Fületincz, welcher als Präsident der Districtualtafel zu Güns, i. J. 1757 verstarb u. Emerich v. Kelcz, früher Jesuit, dann (1787) Domherr v. Raab, welcher im Vereine mit Anton von Adelffy, das heute noch in d. vorgenannten Stadt bestehende Waisenhaus gründete u. dessen Bildniss in Oel, ebendaselbst zum immerwährenden Andenken aufbewahrt erscheint. (Siehe: Chernel K. Kőszeg sz. kir. város jelene is multja. I. BPesth I. p. 120 ec.).
Dieses Geschlecht, hält an d. deutschen Provenienz fest u. behauptet vormals „Kheltz“ oder „Kelz“ wie auch „Käls von oder zu Kälsberg“ geheissen zu haben und wirklich finden wir (siehe: Dücker, Salzburg. Chronica ec. sowie Collectanea Salisburgica. Mscr. im k. k. Haus-Hof- u. Staatsarchive Wien) – dass von dem uradeligen Geschlechte der Cheltz oder Khelz, Gottfried, unter d. Salzburgischen Adel, in der Schlacht bei Mühldorf am 28. Sptbr. 1322 erscheint. – Dieser führt ein Roth einen pfalweise aufgerichteten # Adlerfuss. – Wieder verschieden von diesem, sowie von d. hier zuerst blasonirten Wappen, sind diejenigen, welche mir (theilweise nach leg. Copien) von den Kelcz v. Fületincz u. Lócz zugesendet worden, als:
3) In # ein pfalweise gerichtetes n. Bergeisen, mit g. Stiel. – Kleinod: Offener # Flug, beiderseits belegt mit d. Bergeisen. – Decken: #s. (Verleihungsdatum?)
4) In S. ein g. gekrönter r. Adler. – Kleinod: Fünf r. w. r. w. r. Straussenfedern. – Decken: rs. (Diplomsdaten?)
5) „…zuvorhabend von Uns gegeben adelich mit ihren alten wohlhergebrachten Kälsischen Wappen und Kleinoth, hernach folgendermassen vermehrt und gebessert, also dass ob der Brust des rothen Adlers in einem schwarzen Herzschildlein die vorgemalte goldfarbe Königliche Kron und durch dieselbe, mit dem Stiel unter sich gestellt und mit der Spitze für sich erscheinet das Bergeisen in seiner natürlichen Farb…“ (Nach d. Wortlaute des Orig., d. d. 1612 im Familienarchive Kelcz).
Wir befinden uns demnach im Besitze von fünf Wappen „Kelcz“ (Kheltz oder Käls) welche wieder unter sich verschieden, – vier davon sogar völlig verschieden sind, so dass das heute von diesem Geschlechte geführte, typisch ungarische und zweifellos erst spät verliehene Blason, in keiner einzigen seiner Schildfiguren eine Erinnerung (Uebernahme) an das eine oder das andere der vier hier zuletzt angefährten Wappen aufweist. Trotzdem bleibt es beachtenswerth, dass sich authentische Documente über diese andern Wappen, im Besitze der ungarischen Kelcz befinden.
Hier Klarheit zu verschaffen, sowie über den Ursprung der Kelcz v. Fületincz u. über einen möglichen Zusammenhang mit den † Chelcz aus dem Salzburgischen, bleibt einer spätern Forschung überlassen.
(N. J. VI. 163 käme in herald. Beziehung zu corrigiren. – Das im Besitze der Kelcz v. Fületincz zu 2/3 verbrannte Orig. mit anhangendem Siegel des Königs Maximilian II., könnte sich möglicher Weise auf das neueste Wappen, wie sub a) beschrieben, beziehen).

 

 

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